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›Comfy with Sonic Speed‹ 01/07/2022—16/09/2022

›Comfy with Sonic Speed‹ 01/07/2022—16/09/2022

 

Frankfurt 01/07/2022—16/09/2022

Die Galerie Lachenmann Art präsentiert in der Gruppenausstellung ›Comfy with Sonic Speed‹ eine großartige Auswahl an 20 starken künstlerischen Positionen. Der dynamische Ausstellungstitel entspringt dem Spannungsbereich im Leben der Teilnehmenden, der zwischen "comfy", also bequem und "sonic speed", der Schallgeschwindigkeit liegt. 

Was treibt jene Künstlerinnen und Künstler an, deren visuelle Erzeugnisse uns im Galerieraum unmittelbar begegnen und sich betrachten lassen, ohne sich zu entziehen und somit immer auch etwas preisgeben? Welche inneren Beweggründe lassen ebendiese Werke entstehen, die wir als charakteristische Arbeiten dieser Künstlerin oder jenes Künstlers beschreiben?

Die Komfortzone, in der Künstlerinnen und Künstler innehalten, sich zurückziehen und neue Ideen schöpfen, steht in direktem Kontrast zum turbulenten Künstlerleben. Vergleichbar mit dem Momentum der Schallgeschwindigkeit erweisen sich die Entstehung neuer Arbeiten, die Planung von Ausstellungen, der stete Kontakt und das Netzwerken als ebenso wichtig wie der Versuch, stets auf dem Laufenden zu bleiben, den Puls der Zeit zu spüren und als zeitgenössischer Künstler oder Künstlerin direkt hierauf zu reagieren. Die meisten Kunstschaffenden müssen diese kontrastierenden Lebensmodelle in Einklang bringen und sich innerhalb dieses Gefälles verorten. Hierbei lassen sich unterschiedliche Verhaltensweisen beobachten. So gibt es Künstlerinnen und Künstler, welche ein schnelles, atemloses Tempo als Triebfeder für ihre Arbeiten verstehen und dieses benötigen, während andere bewusst und von der dynamischen Kunstszene zurückgezogen, in bedächtigen Schritten vorangehen. Wir möchten der Frage nachgehen, inwieweit sich das Spannungsfeld dieser beiden Schwerpunkte in die Werke der hier präsentierten künstlerischen Positionen einschreibt und sich in ihren Arbeiten beobachten lässt. 

Wir ergründen in dieser Ausstellung die Lesbarkeit der individuellen Antriebskraft folgender Künstlerinnen und Künstler:

Deniz Alt, *1978 Aschaffenburg

Deniz Alt lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und studierte an der renommierten Städelschule. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit der Aktualität der Geschichte und einer subjektiven Vergangenheitsbewältigung. Hierüber entwickeln sich Spannungen, die das Werk des Künstlers beeinflussen und die Intensität der Themen bestimmen. Sowohl die malerischen als auch die installativen Positionen von Deniz Alt beschreiben tiefe Emotionen, das Verarbeiten persönlicher Empfindungen und die Auseinandersetzung menschlicher Existenz mit Momenten des Leids oder des Todes. Hierbei schreibt sich das Interesse des Künstlers an der Architektur der Vergangenheit, wie jener der Zukunft ein. Wiederholt finden menschliche Individuen in direkter Gegenüberstellung zu architektonischen Elementen Einzug in seine Bildwelt.

Tilo Baumgärtel, *1972 Leipzig

Der Meisterschüler von Arno Rinck studierte an der Hochschule für Grafik und Buchdruck in Leipzig und zeigt in seinen Bildwelten wiederholt Wesen aus einer fremden Welt. Dabei spielen Räumlichkeit und Figuration zusammen, entführen uns in traumhaft wirkende Szenerien, an verwunschene Orte und in ein Gegenüber mit dem Unbekannten. Seine Werke sind stets bestimmt von kompositorischen Entscheidungen, die der Künstler stets im Dualismus von Möglichem und Unmöglichem verortet. Seine Arbeiten sind rational konstruierte Bühnenbilder in denen sich Natur, Landschaft und Lebewesen in direktem Austausch befinden.

Patrick Cierpka, *1967 Giengen

Der Künstler studierte bei Karl Horst Hödicke an der Universität der Künste und glänzte als Meisterschüler der Malereiklasse, heute lebt und arbeitet er in Berlin. In seinen feinfühligen Arbeiten spielt Patrick Cierpka mit Licht und Schatten, setzt facettierte Farbe gegen strahlendes Weiß. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Patrick Cierpkas Arbeiten wie eine offene Linse einer Kamera wirken, die einen enormen Lichteinfall auffangen. Sonnenschein und Farbe spielen zusammen, erscheinen auf wasserartigen Flächen, dringen durch das Geäst von Bäumen. Es lässt sich kein oben oder unten ausmachen und der Betrachter wird dazu eingeladen, in eine Erfahrung fern von Raum und Zeit einzutauchen: Die Zeit scheint still zu stehen, der Raum nicht zu existieren. ›Es ist Sommer. Ich liege auf einer Wiese, neben mir eine Waldlichtung. Dann öffne ich die Augen nur ganz kurz, nur einen Spalt – und genau dieser Moment ist es, der mich fasziniert. Den will ich in meinen Werken abbilden‹, sagt Patrick Cierpka.

Lennart Grau, *1981 Krefeld

Der Berliner Künstler studierte bei Prof. Leiko Ikemura Bildende Künste und beendet sein Studium als Meisterschüler. Seine bunten Farbwelten erscheinen nahezu reliefartig durch den pastosen Farbauftrag, der in einen spannenden Kontrast mit den unbeschwerten Motiven tritt, welche Lennart Grau wiederholt der Leichtigkeit des Rokokos entlehnt. Die Ästhetik der vergangenen Zeit wird hierbei in einen zeitgenössischen Kontext übertragen. Im Spiel zwischen Figur und Abstraktion lässt Lennart Grau klassische Bildthemen in Form progressiver Malerei neu entstehen - Eine zeitgenössische Interpretation wird mit einem Hauch Dekadenz zum Ausdruck gebracht.

Nicola Grabiele, *1965 Winterthur

Der Schweizer Künstler widmet sich in seinem Schaffen der Farbfeldmalerei, welche in den hier gezeigten Werken besonders durch ihre farbliche Reduziertheit bestechen. Die Materialität der Farbe spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Gabrieles künstlerischer Prozess zeichnet sich durch ein wiederholtes Auftragen und Wegnehmen dieses Materials aus, wodurch die Hand des Künstlers und dessen charakteristischer Duktus in jedem Werk bestehen bleibt. Sehnsucht und Vertrauen werden durch das Zusammenspiel und die Intensität seiner Farbauswahl auf Leinwand gebannt – es entstehen zeitlose Fenster, die Zeugen seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und kulturelle Erinnerungen sind.

Alexander Iskin, *1990 Moskau

Der in Berlin lebende Künstler und ehemalige Assistent von Jonathan Meese und Herbert Volkmann arbeitet nicht nur malerisch, sondern bedient sich ebenso skulpturaler, literarischer und performativer Ausdrucksformen. Mit seiner eigens entwickelten Kunstform des Interrealismus vereint Alexander Iskin die wechselseitige Beziehung zwischen digitalen und analogen Prozessen. Die Vorstellungen von Realität sollen überschritten werden und die Wahrnehmung geöffnet werden, indem selbst die kleinsten Teilchen als konstitutive Momente einer allumfassenden Informationsnetzes fungieren. Der Künstler ist stets auf der Suche nach äußeren Einflüssen, die seine Arbeit mitbestimmen, gibt sich dem Bedürfnis der Transformation und des Blickwechsels hin während lineare Erzählweisen überwunden werden und sich fantastische, farbenreiche Bildwelten eröffnen. Das traditionelle Medium der Ölmalerei bietet ihm hierbei die unerschöpflichen Möglichkeiten seines künstlerischen Ausdrucks.

Marc Jung, *1985 Erfurt

In Berlin und Erfurt arbeitet der Meisterschüler von Prof. Wolfram Adalbert Scheffler an seinen schrillen Werken. Immer wieder bezieht er sich sowohl mit seinen Bildgegenständen als auch mit den jeweiligen Titeln auf die zeitgenössische Popkultur. Hierbei bedient er sich vielschichtiger Materialien, mit welchen er in energetischem Duktus die figurativen Momente zur Erscheinung bringt. Es sind keine abstrakten Gedankenkonstrukte, welche ihn leiten, keine artifiziellen Erklärungsversuche der Welt. Er schafft neue Bildwelten, hin und wieder auch große Meister der Kunstgeschichte zitierend, bleibt jedoch im Aufbau seiner Arbeiten stets den Idealen der Kunstgeschichte verpflichtet. Es ist seine eigene, sich moderner Stilmittel und Symbolik bedienende Bildsprache, die diese Demokratisierung der Kunst und ihrer Rezeption ermöglicht. Marc Jungs Werdegang zeugt vom ersten Moment seiner künstlerischen Tätigkeit an von der Ernsthaftigkeit seiner Arbeit.

Katrin Kampmann, *1979 Bonn

Die in Berlin arbeitende Künstlerin Katrin Kampmann entführt uns mit ihren farbenfrohen Werken in eine traumgleiche Welt der fließenden Farben. Sie studierte an der Universität der Künste in Berlin und war 2006 Meisterschülerin bei Prof. K.H. Hödicke. Sie selbst beschreibt sich als Künstlerin, die während den intensiven Schaffensphasen im Atelier abtaucht und die Großstadt um sich herum vergisst. Stets sind die Farben das Thema ihrer Bildwelten, deren Vibration und die Erzeugung von Farbklängen. Sie spielt bewusst mit der Rolle der Betrachtenden, deren Auge über die Bilder wandert und somit ganz individuelle Bewegungsmuster erzeugt. „Ich suche nach einem Motiv, nehme es und halte es fest.“, beschreibt Katrin Kampmann ihren künstlerischen Prozess.

Franziska Klotz, *1979 Dresden

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin, wo sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Meisterschülerin bei Prof. Werner Liebmann war. Die Bildwelten der Künstlerin sind geprägt von ihrer Beschäftigung mit dem Zeitgeist. Hierbei nutzt Franziska Klotz ihre Position als Malerin bewusst um sich in visuellen Arbeiten mit dem Wandel von Traditionen zu beschäftigen und dabei wiederholt direkte Bezüge zwischen zeitgenössischem Umschwung und vergangener Konvention herzustellen. Franziska Klotz spielt mit teils rätselhaften Sujets, die uns als Betrachtende in ihren Bann ziehen, unsere Neugierde wecken und Geschichten erzählen, die erst in der näheren Beschäftigung ihre Tiefe offenbaren. Franziska Klotz investiert ihre Seele, ihre ganze Energie in den Malprozess.

Florian Lechner, *1981 Burghausen

Florian Lechner lebt und arbeitet in München wo er auch sein Studium der Bildhauerei bei Hans Op de Beek und Hermann Pitz absolvierte und als Meisterschüler beendete. Klare Linien, schlichte Eleganz und farbliche Reduktion zeichnen seine zunächst nüchtern wirkenden Werke aus. Hierbei werden die klassischen Begrenzungen der Gemäldekunst überwunden und der Raum von den akkuraten Gebilden vereinnahmt. Der erste Eindruck der Werke trügt meist: was zunächst nüchtern und neutral wirkt, unterwandert Lechner mit subtilen Mitteln. Seine Objekte im Wandformat wissen sich aus den Begrenzungen der klassischen Gemäldekunst zu befreien und erobern den Raum. Lechner löst das Kunstwerk von seiner physischen Existenz, verschiebt es ins Ephemere und jongliert mit der Wahrnehmung des Betrachters.

David Lehmann, *1987 Luckau

Der Künstler absolvierte sein Studium der Bildenden Künste an der Universität der Künste in Berlin. 2014 war er Meisterschüler bei Valerie Favre, heute lebt und arbeitet er in Cottbus. David Lehmann spielt in seinen Werken gekonnt mit der Koexistenz von inhaltlichen und technischen Möglichkeiten. Immer wieder lässt sich die schmale Gratwanderung zwischen zwei Extremen innerhalb seiner Bildwelten beobachten: Witz wird tiefem Ernst gegenübergestellt, Farbe gegenüber Form auf der Leinwand ausgespielt, während Figuration neben subtiler Abstraktion existent wird. Darüber hinaus bedient der Künstler sich der spannenden Verwobenheit von Vergangenheit und Zukunft, indem er kunsthistorische Rückbezüge einfließen lässt, welche zeitgeschichtlichen Sujets gegenüberstehen. Dabei nimmt sein künstlerisches Alter Ego ebenso Gestalt innerhalb der Leinwandarbeiten ein.

Justine Otto, *1974 Zabrze, Polen

Die in namhaften Museen und Sammlungen vertretene Künstlerin Justine Otto studierte an der Städelschule in Frankfurt bei Prof. Michael Krebber. Auf der Suche nach der materiellen Auflösung eines imaginierten inneren Bildes erschafft sie auf der Leinwand neue Bildwelten. In ihren figurativ-abstrakten Arbeiten zeigt Sie einen neuen Umgang mit der Oberfläche und der malerischen Materialität. Die szenischen Sujets der Künstlerin erzählen Geschichten, die in einer Farben- und Formenwelt explosionsartig auf Leinwand gebannt werden. Justine Otto kreiert eine unerbittliche Realität, die in unserer Gegenwart voller Ungewissheit und Hoffnung einen Nerv trifft. 

Jirka Pfahl, *1976 Wurzen

Der Künstler lebt und arbeitet in Leipzig, wo er unter anderem bei Prof. Helmut Mark an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte. Die klar strukturierten Wandobjekte erweisen sich in der näheren Betrachtung als akkurat gearbeitete Papierfaltungen, die in ihrem Wechsel zwischen hervordrängenden und zurückweichenden Elementen neuartige Muster erkennen lassen. Das hier zugrundeliegende mathematische Prinzip der Arbeiten entfaltet eine strenge Schönheit. Die unterschiedlichen Arbeitstechniken und die Überführung zugrunde liegender Konzepte in digitale Formen zeigen die künstlerische Bandbreite sowie Wandlungsfähigkeit des Künstlers. In jeder noch so unterschiedlich gewählten Kunstform schafft es Jirka Pfahl, den Betrachter zu fesseln und zu inspirieren.  

Angelika Platen, *1942 Heidelberg

Angelika Platen, die Künstlerporträtistin, studierte Fotografie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und war viele Jahre als Fotografin und Bildjournalistin tätig. In ihrer Zeit in der „Galerie an der Milchstraße“ porträtierte sie zahlreiche junge Künstler und Künstlerinnen in ihren künstlerischen, schöpferischen Kontexten, die heute auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken können. Unter den Porträtierten befinden sich etwa Gerhard Richter, Sigmar Polke, Andy Warhol und Neo Rauch. Heute sind ihre Fotografien in zahlreichen institutionellen Sammlungen zu sehen. Der in Berlin und Südfrankreich lebenden Künstlerin wurden bereits mehrere Retrospektiven gewidmet, die ihre Bedeutung als herausragende Dokumentaristin der Kunst-Szene unterstreichen.

Römer + Römer, Nina Römer *1978 Moskau, Torsten Römer *1968 Aachen

Nina und Torsten Römer bilden seit 1998 das Künstlerduo Römer + Römer und studierten beide bei Prof. A.R. Penck in Düsseldorf. Als Inspirationsquellen ihrer pointillistischen Arbeiten finden wiederholt Fotografien gemeinsamer Reisen ihren Weg in die Bildwelt. Festivals und fremde Orte werden in minutiöser Arbeit und kollektiver Malweise auf die Leinwände gebracht und entfalten besonders in den großen Formaten eine beeindruckende Wirkmacht. Der Prozess des Vor- und Zurücktretens vor ihren Werken spielt eine erhebliche Rolle in der Betrachtung. Während sich die gezeigten Szenen aus der Ferne betrachtet als klar umrissene Momente offenbaren, die beinahe fotorealistisch anmuten, beweisen sich die Leinwände aus der Nähe betrachtet als Meisterwerke der pointillistischen Malerei. Jeder Berührungsmoment des Pinsels auf der Leinwand wird mit Bedacht gesetzt und manifestiert sich in Koexistenz mit weiteren Farbspuren zur fest umrissenen Form.

Sandra Schlipkoeter, *1979 Solingen

Sandra Schlipkoeter legt ihren Arbeiten ein physikalisches Phänomen zugrunde, welches sie aus dem Raum des Un-Sichtbaren isoliert und es in einen sichtbaren Kontext überträgt. Interferenzen sind Überlagerungen von Wellen im optischen Raum, die komplexe Linienmuster erzeugen und die mittels eines digitalen Fotos in den Computerbildschirm sichtbar gemacht werden. Wellenartige Linien scheinen sich in nicht definierbarer Rhythmik auf dem Bildschirm zu manifestieren.

Anna Tatarczyk, *1973 Wodzisław Śląski, Polen

Anna Tatarczyk studierte bei A.R. Penck und Siegfried Anzinger Bildende Kunst an der Düsseldorfer Kunstakademie, zudem war sie zwei Jahre lang Assistentin bei Jörg Immendorff. Sie lebt und arbeitet in Wuppertal. In ihrem Oeuvre nimmt die Raute als geometrische Form eine besondere Stellung ein. Diese lässt sie auf der Spitze tanzen und fängt mit ihnen das Licht ein. Ihr Werk steht für die Fortführung der Konkreten Kunst, lässt sich zwischen dieser und der Op Art verorten, sowie zwischen Minimalismus und Arte Povera. Neben akkuraten Linien nimmt das Spiel mit den feinen Nuancen der Farben für die Künstlerin eine bedeutende Rolle ein, welche sie in meditativer Manier auf die Leinwand bringt.

Lars Teichmann, *1980 Burgstädt

Der in Berlin lebende Künstler studierte unter anderem bei Daniel Richter an der Universität der Künste in Berlin und zeichnet sich durch wiederholtes Aufarbeiten kunsthistorischer Zitate aus, die er in seinen Werken wirkmächtig in zeitgenössische Kontexte überträgt. Malprozesse bleiben deutlich erkennbar auf den Leinwandarbeiten bestehen und fügen sich in die Figuration der jeweiligen Gegenstände ein. Hierdurch entsteht ein spannendes Spiel zwischen Figuration und künstlerischer Spur. Bekannt für seine gesichtslosen Gemälde voll magischer Anziehungskraft und durch neue und reduzierte Kompositionen, wecken seine Bilder Erinnerungen und Assoziationen sowie den Wunsch nach Altbewährtem und das Verlangen nach etwas Neuem.

Miriam Vlaming, *1971 in Düsseldorf

Miriam Vlaming studierte bei Prof. Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchdruck in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. In ihren geheimnisvollen Bildwelten verhandelt sie die direkte Gegenüberstellung von Menschen und Natur, wobei ein stetiges Changieren zwischen Abstraktion und Figuration die Betrachtenden auf eine Reise der Entdeckung schickt. Mal lasierend, an anderer Stelle wieder pastos beweist sich die Künstlerin als versierte Meisterin der Farbe. Anhand von zweideutigen Metaphern tastet die Künstlerin sich voran in eine Welt voller Enigmen, für die es gilt, sowohl für die Künstlerin als auch für die Rezipienten, eine eigene Geschichte zu spinnen. Ungeklärte Fragen lassen sich vermuten und das Vertraute und Existenzielle wird in den Mittelpunkt gerückt. 

Danil Yordanov, *1972 Balchik, Bulgarien

Danil Yordanov absolvierte sein Studium der Malerei an der Faculty of Fine Arts in Veliko Turnovo, Bulgarien und schloss es 1997 mit dem Master ab. Der heute in Kaiserslautern lebende Künstler schafft abstrakte, monochrome Werke mit Graphit, welche sich durch eine radikale Reduziertheit ausweisen. Yordanov reizt die feinen Nuancen zwischen Schwarz und Weiß aus, lässt das Material zum konstitutiven Moment der Arbeit werden und bewirkt hierüber die monumentale Wirkung der Objekte. Die kraftvoll und ruhig wirkende Flächen, die zunächst ebenmäßig erscheinen, erhalten bei längerem Betrachten eine dichte Tiefe. Unebenheiten und narbenartige Linien deuten Spuren von Gebrauch und Zeit an. Achromatische Tonalität paart sich mit der Textur der Oberfläche und beschwört einen nahezu industriellen Werkcharakter herauf. Es entsteht eine zeitlose Dynamik.

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