Lachenmann Art

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›twenty.thousand.volts.‹

 

Deniz Alt                               works

Patrick Cierpka                works

Nicola Grabiele

Marc Jung                           works

Katrin Kampmann          works

Florian Lechner                works

Lennart Grau                      works

Jirka Pfahl                           works

Römer + Römer                 works

Sandra Schlipkoeter      works

Anna Tatarczyk                 works

Lars Teichmann                 works

Miriam Vlaming

Danil Yordanov                   works

Frankfurt 07/05/2022 - 18/06/2022

Mit dieser großen Gruppenshow in den Frankfurter Räumlichkeiten präsentiert die Galerie Lachenmann Art vierzehn künstlerische Positionen und eine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten. Die Spannungen, welche sich zwischen den einzelnen Werken entfalten, ziehen die Betrachterinnen und Betrachter in ihren Bann und beweisen sich in ihrer gleichzeitigen Existenz als poetisches Gegenüber. Teils laut, groß und in intensiven Farben greifen manche Leinwandarbeiten um sich, während farbreduzierte Werke eine ungeahnte Kraft entwickeln. Die Luft flimmert, der Raum scheint aufgeladen durch die Wirkung der verschiedenartigen Objekte, welche auch in einen direkten Dialog untereinander treten. Die mannigfaltigen Charaktere und die Lebendigkeit der Künstlerinnen und Künstler finden ihren Weg in die hier gezeigten Werke und beleben die Ausstellungsräume. Weiße Wände werden gefüllt mit Leben, Energie, Spannung und Dynamik.

Die breit gefächerte Auswahl der teilnehmenden Positionen ermöglicht einen umfassenden Blick auf die Arbeit der zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler, die in einem atemberaubenden Spektrum ihre subjektiven Weltbetrachtungen offenbaren und teilen.

 

Deniz Alt, *1978 Aschaffenburg

Der Künstler lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und studierte an der Hochschule der Bildenden Künste. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit der Aktualität der Geschichte und der subjektiven Vergangenheitsbewältigung. Hierbei spielen architektonische Momente eine bedeutende Rolle in direkter Gegenüberstellung zum Individuum, worüber gesellschaftlich aktuelle Diskurse verhandelt werden

Patrick Cierpka, *1967 Giengen

Cierpka studierte bei Karl Horst Hödicke an der Universität der Künste und glänzte als Meisterschüler der Malereiklasse. In seinen feinfühligen Arbeiten spielt er mit Licht und Schatten, setzt facettierte Farbe gegen strahlendes Weiß. Ein pointilistischer Farbregen ergießt sich über sein neustes Werk ›QUELLE‹, flimmert über die Leinwand.

Nicola Grabiele, *1965 Winterthur

Der Schweizer Künstler widmet sich in seinem Schaffen der Farbfeldmalerei, welche in den hier gezeigten Werken besonders durch ihre farbliche Reduziertheit bestechen. Die Materialität der Farbe spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Grabieles künstlerischer Prozess zeichnet sich durch ein wiederholtes Auftragen und Wegnehmen dieses Materials aus, wodurch die Hand des Künstlers und dessen charakteristischer Duktus in jedem Werk bestehen bleibt.

Lennart Grau, *1981 Krefeld

Der Berliner Künstler studierte bei Prof. Leiko Ikemura Bildende Künste und hebt sich als Meisterschüler hervor. Seine bunten Farbwelten erscheinen nahezu reliefartig durch den pastosen Farbauftrag, der in einen spannenden Kontrast mit den unbeschwerten Motiven tritt, welche Lennart Grau wiederholt der Leichtigkeit des Rokokos entlehnt. Die Ästhetik der vergangenen Zeit wird hierbei in einen zeitgenössischen Kontext übertragen.

Marc Jung, *1985 Erfurt

In Berlin und Erfurt arbeitet der Meisterschüler von Prof. Wolfram Adalbert Scheffler an seinen schrillen Werken. Immer wieder bezieht er sich hierbei sowohl mit seinen Bildgegenständen als auch mit den jeweiligen Titeln auf die zeitgenössische Popkultur. Hierbei bedient er sich vielschichtiger Materialien, mit welchen er in energetischem Duktus die figurativen Momente zur Erscheinung bringt.

Katrin Kampmann, *1979 Bonn

Die in Berlin arbeitende Künstlerin Katrin Kampmann entführt uns mit ihren farbenfrohen Werken in eine traumgleiche Welt der fließenden Farben. Während sich auf Leinwand monumentale Bergwelten manifestieren, zeigt Kampmann in ihren neusten Porträts in zarter Manier Persönlichkeiten, die allesamt still und in sich versunken scheinen.

Florian Lechner, *1981 Burghausen

Florian Lechner lebt und arbeitet in München wo er auch sein Studium der Bildhauerei bei Hans Op de Beek und Hermann Pitz absolvierte und als Meisterschüler beendete. Klare Linien, schlichte Eleganz und farbliche Reduktion zeichnen seine zunächst nüchtern wirkenden Werke aus. Hierbei werden die klassischen Begrenzungen der Gemäldekunst überwunden und der Raum von den akkuraten Gebilden vereinnahmt.

Jirka Pfahl, *1976 Wurzen

Der Künstler lebt und arbeitet in Leipzig, wo er unter anderem bei Prof. Helmut Mark an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte. Die klar strukturierten Wandobjekte erweisen sich in der näheren Betrachtung als akkurat gearbeitete Papierfaltungen, die in ihrem Wechsel zwischen hervordrängenden und zurückweichenden Elementen neuartige Muster erkennen lassen. Das hier zugrundeliegende mathematische Prinzip der Arbeiten entfaltet eine strenge Schönheit.

Römer + Römer

Nina Römer *1978 Moskau, Russland &
Torsten Römer *1968 Aachen

Nina und Torsten Römer bilden seit 1998 das Künstlerduo Römer + Römer und studierten beide bei Prof. A.R. Penck in Düsseldorf. Als Inspirationsquellen ihrer pointillistischen Arbeiten finden wiederholt Fotografien gemeinsamer Reisen ihren Weg in die Bildwelt. Verschiednartige Motive werden in minutiöser Arbeit und kollektiver Malweise auf die Leinwände gebracht und entfalten besonders in den großen Formaten eine beeindruckende Wirkmacht.

Sandra Schlipkoeter, *1979 Solingen

Sandra Schlipkoeter legt ihren Arbeiten ein physikalisches Phänomen zugrunde, welches sie aus dem Raum des Un-Sichtbaren isoliert und es in einen sichtbaren Kontext überträgt. Wellenartige Linien scheinen sich in nicht definierbarer Rhythmik auf ihren Leinwände zu manifestieren. Sie studierte bei Prof. Eberhard Havekost an der Kunstalademie Düsseldorf. 

Anna Tatarczyk, *1973 Wodzisław Śląski, Polen

Anna Tatarczyk studierte bei A.R. Penck und Siegfried Anzinger Bildende Kunst an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zudem war sie zwei Jahre lang Assistentin bei Jörg Immendorff. Sie lebt und arbeitet in Wuppertal. Die Raute nimmt für die Künstlerin unter den geometrischen Formen eine besondere Stellung ein. Diese lässt sie auf der Spitze tanzen und fängt mit ihnen das Licht ein. Ihr Werk steht für die Fortführung der Konkreten Kunst, lässt sich zwischen der Konkreten Kunst und der Op Art verorten, sowie zwischen Minimalismus und Arte Povera.

Lars Teichmann, *1980 Burgstädt

Der in Berlin lebende Künstler studierte unter anderem bei Daniel Richter an der Universität der Künste in Berlin und zeichnet sich durch wiederholte kunsthistorische Zitate aus, die er in seinen Werken wirkmächtig in zeitgenössische Kontexte überträgt. Malprozesse bleiben deutlich erkennbar auf den Leinwandarbeiten bestehen und fügen sich in die Figuration der jeweiligen Gegenstände ein. Hierdurch entsteht ein spannendes Spiel zwischen Figur und künstlerischer Spur.

Miriam Vlaming, *1971 Hilden

Miriam Vlaming studierte bei Prof. Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchdruck in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. In ihren geheimnisvollen Bildwelten verhandelt sie die direkte Gegenüberstellung von Menschen und Natur, wobei ein stetiges Changieren zwischen Abstraktion und Figuration die Betrachtenden auf eine Reise der Entdeckung schickt. Mal lasierend, an anderer Stelle wieder pastos, beweist sich die Künstlerin als versierte Meisterin der Farbe.

Danil Yordanov, *1972 Balchik, Bulgarien

Der in Kaiserslautern lebende Künstler erschafft abstrakte, monochrome Werke mit Graphit, welche sich durch ihre radikale Reduziertheit ausweisen. Yordanov reizt die feinen Nuancen zwischen Schwarz und Weiß aus, lässt das Material zum konstitutiven Moment der Arbeit werden und bewirkt hierüber die monumentale Wirkung der Objekte. Achromatische Tonalität paar sich mit der Textur der Oberfläche und beschwört einen nahezu industriellen Werkcharakter herauf.

 

With this large group show in its Frankfurt premises, Lachenmann Art Gallery presents fourteen artistic perspectives and a selection of their current works. The tensions that evolve between the individual works captivate the viewer and prove their simultaneous existence as poetic counterparts. Partly loud, large and in intense colours, some works on canvas reach out, while colour-reduced works develop an unexpected power. The air shimmers, the space seems charged by the effect of the various objects, which also enter into a direct dialogue with each other. The diverse characters and the vividness of the artists find their way into the works shown here and enliven the exhibition spaces. White walls are filled with life, energy, tension and dynamism.

The broad selection of participating positions provides a comprehensive view of the work of contemporary artists who reveal and share their subjective views of the world in a breathtaking spectrum.

Deniz Alt, *1978 Aschaffenburg

The artist lives and works in Frankfurt am Main and studied at the Hochschule der Bildenden Künste. In his works, he deals with the topicality of history and the subjective coming to terms with the past. Architectural moments play an important role in direct juxtaposition to the individual, through which socially current discourses are negotiated.


Patrick Cierpka, *1967 Giengen

Cierpka studied with Karl Horst Hödicke at the University of the Arts and shone as a master student in the painting class. In his sensitive works he plays with light and shadow, sets faceted colour against radiant white. A pointillist rain of colour pours over his latest work 'SOURCE', flickering across the canvas.


Nicola Grabiele, *1965 Winterthur

The Swiss artist dedicates his work to colour field painting, which is particularly striking in the works shown here because of its reduction of colour. The materiality of colour plays an important role here. Grabiele's artistic process is characterised by a repeated application and removal of this material, whereby the artist's hand and its characteristic ductus remain in each work.


Lennart Grau, *1981 Krefeld

The Berlin artist studied fine arts with Prof. Leiko Ikemura and stands out as a master student. His colourful worlds of colour appear almost relief-like through the impasto application of paint, which enters into an exciting contrast with the light-hearted motifs, which Lennart Grau repeatedly borrows from the lightness of the Rococo. The aesthetics of the past are here transferred into a contemporary context.


Marc Jung, *1985 Erfurt

The master student of Prof. Wolfram Adalbert Scheffler works on his shrill works in Berlin and Erfurt. Again and again, he refers to contemporary pop culture, both with his pictorial objects and with the respective titles. In doing so, he makes use of multi-layered materials with which he brings the figurative moments to light in an energetic style.


Katrin Kampmann, *1979 Bonn

The artist Katrin Kampmann, who works in Berlin, transports us with her colourful works into a dreamlike world of flowing colours. While monumental mountain worlds manifest themselves on canvas, Kampmann's latest portraits show personalities in a delicate manner, all of whom seem quiet and absorbed.


Florian Lechner, *1981 Burghausen

Florian Lechner lives and works in Munich, where he also studied sculpture with Hans Op de Beek and Hermann Pitz and graduated as a master student. Clear lines, simple elegance and a reduction of colour characterise his initially sober-looking works. Here, the classical limitations of the art of painting are overcome and the space is taken over by the accurate shapes.


Jirka Pfahl, *1976 Wurzen

The artist lives and works in Leipzig, where he studied under Prof. Helmut Mark at the Academy of Visual Arts. On closer inspection, the clearly structured wall objects prove to be accurately worked paper folds, which reveal novel patterns in their alternation between protruding and receding elements. The underlying mathematical principle of the works unfolds an austere beauty.


Römer + Römer

Nina Römer *1978 Moscow, Russia &
Torsten Römer *1968 Aachen

Nina and Torsten Römer have formed the artist duo Römer + Römer since 1998 and both studied with Prof. A.R. Penck in Düsseldorf. As sources of inspiration for their pointillist works, photographs of common journeys repeatedly find their way into the pictorial world.

selves on her canvases in an indefinable rhythm. She studied with Prof. Eberhard Havekost at the Düsseldorf Art Academy.

Sandra Schlipkoeter, *1979 Solingen

Sandra Schlipkoeter bases her works on a physical phenomenon which she isolates from the space of the invisible and transfers it into a visible context. Wave-like lines seem to manifest themselves on her canvases in an indefinable rhythm. She studied with Prof. Eberhard Havekost at the Düsseldorf Art Academy.

Anna Tatarczyk, *1973 Wodzisław Śląski, Poland

Anna Tatarczyk studied fine arts with A.R. Penck and Siegfried Anzinger at the Düsseldorf Art Academy. She was also an assistant to Jörg Immendorff for two years. She lives and works in Wuppertal. The rhombus occupies a special position for the artist among geometric shapes. She lets them dance on the top and catches the light with them. Her work stands for the continuation of Concrete Art, can be located between Concrete Art and Op Art, as well as between Minimalism and Arte Povera.


Lars Teichmann, *1980 Burgstädt

The artist, who lives in Berlin, studied under Daniel Richter at the Berlin University of the Arts, among others, and is characterised by repeated art-historical quotations, which he effectively transfers into contemporary contexts in his works. Painting processes remain clearly visible on the canvas works and blend into the figuration of the respective objects. This creates an exciting play between figure and artistic trace.


Miriam Vlaming, *1971 Hilden

Miriam Vlaming studied with Prof. Arno Rink at the Academy of Graphic Arts and Letterpress Printing in Leipzig. She lives and works in Berlin. In her mysterious pictorial worlds, she negotiates the direct juxtaposition of people and nature, whereby a constant oscillation between abstraction and figuration sends the viewer on a journey of discovery. Sometimes glazed, at other times impasto, the artist proves herself to be an accomplished master of colour.


Danil Yordanov, *1972 Balchik, Bulgaria

The artist, who lives in Kaiserslautern, creates abstract, monochrome works with graphite, which are characterised by their radical reduction. Yordanov exploits the fine nuances between black and white, allowing the material to become the constitutive moment of the work and thus creating the monumental effect of the objects. Achromatic tonality pairs with the texture of the surface and conjures up an almost industrial work character.



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Lachenmann Art Konstanz

Brauneggerstraße 60
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Di—Sa 11—18h
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