Lachenmann Art

intimate

Install View, ›intimate‹, Jukka Rusanen @Lachenmann Art Konstanz, 2022
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Install View, ›intimate‹, Jukka Rusanen @Lachenmann Art Konstanz, 2022
Install View, ›intimate‹, Jukka Rusanen @Lachenmann Art Konstanz, 2022
Install View, ›intimate‹, Jukka Rusanen @Lachenmann Art Konstanz , 2022
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, Große Galerie
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, Tryptichon
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, Teppicharbeit
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, bewegtes Bild, Leder
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, weben, stricken, flechten
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Helene, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, weben, stricken, flechten
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Ausstellung, Finnish Art, Gallery, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Große deutsche Galerie Lachenmann Art, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, weben, stricken, flechten
Jukka Rusanen, Exhibition ›Intimate‹ 2021, Zeichnung, Papier, Leinwand, Portrait, Ausstellung, Finnish Art, Helsinki Contemporary, Forsblom, Finnische Kunst, Stofflichkeit, Poesie, Leinwand, Künstler, bekannt, Museum, Kiasma, Sammlung, Collection, Skandinavien, weben, stricken, flechten

›intimate‹


Jukka Rusanen            works


Frankfurt  03/09/2021 — 23/10/2021

Konstanz  24/05/2022 —  16/07/2022

Der aus Finnland stammende Künstler Jukka Rusanen (*1980) begeistert mit seinem erfrischenden Blick auf die Welt. Jukka Rusanen ist ein Künstler, in dessen Bilderkosmos zwei Sphären raffiniert verschmelzen: Die der subtilen Farbigkeit und die der souveränen Linie. Die Zeichnung und die Malerei. Beide stehen hier nicht wie bei anderen Künstlern nebeneinander oder gar in Konkurrenz, sondern das Kolorit und der Gestus agieren miteinander, werden eins. Die Spur artikuliert sich in der Farbe, verschmilzt und bleibt doch jeweils klar für sich erkennbar. Ähnlich der Instrumentierung eines Orchesterstücks hat diese Malerei etwas grandios Symphonisches. Dabei kommt sie voller Leichtigkeit daher, ganz unpathetisch, und genau das macht Jukka Rusanens Kunst so anziehend sympathisch. Smetana-Improvisationen, auf dem Rokoko-Spinett gespielt. Es ist ein Vergleich nicht ohne Grund, doch dazu später.

Eine der jüngsten Ausstellungen des Künstlers trug den Titel ›Sketch‹ und es trifft die skizzenartige Luftigkeit, das so souverän Hingeworfene dieser Kunst sehr gut. Skizzen sind etwas sehr spontan Gesetztes, das aufgrund seiner Unmittelbarkeit stets auch etwas uns sehr Nahes, Persönliches vermittelt, lässt doch die Linie geradezu seismografisch die innere Bewegtheit des Künstlers sichtbar werden. Und ein solcher Wurf gelingt nur großen Künstlern, denn gerade hinter dem Reduzierten, hinter dem auf den Punkt Gebrachten steckt die gesammelte Erfahrung eines Lebens, das sich im Moment des künstlerischen Prozesses komprimiert. Wer seinem Publikum solche Einblicke ermöglicht, wer sich als Künstler derart öffnet, gibt letztlich Intimes Preis: ›intimate‹, wie es der Titel dieser Ausstellung nahelegt.

Eine solche Malerei bedarf keiner weiteren Inszenierung, sie kommt ganz ohne die Pose des Malerfürsten aus. Denn diesem Maler liegt an der Malerei, nicht am Personenkult. Die große Bühne gehört den Bildern, die sich als Teil eines Prozesses verstehen, hinter dem sich Biografisches verbirgt, das aber nicht nach vorne drängt. Immer geht es um die künstlerischen Mittel selbst, um die Symbiose aus gestischer Notation und koloristischer Tongebung. Was so flink und wie zufällig aussieht, ist einer jahrelangen künstlerischen Übung entsprungen, die sich auf das Setzen von Farbakkord und Linienwurf fast wie in Trance versteht. Dabei entstehen figurative Bilder, die genauso gut ungegenständlich gelesen werden können, weil sie ganz unabhängig vom Motiv sich selbst mittels der künstlerischen Elemente tragen, als Komposition für sich schon wirken, funktionieren. Es sind Bilder, die sich gerade wegen dieser fluiden Offenheit als Projektionsfläche für unsere eigene seelische Befindlichkeit eignen.

Wer diese Bilder betrachtet, ist sich selbst nah, ist ganz bei sich. Und dennoch genießen wir es als Betrachter, wenn wir hinter dem Flirren der Farbspuren etwas entschlüsseln dürfen, was uns zurückführt in die Welt und doch sogleich wieder entführt, wissend: Dies ist reine Malerei, die vor allem auf eines verweist, nämlich auf ihre eigenen Mittel, auf sich selbst. Kunst wie von der Natur gemacht, und doch: Kunst.

Florale Motive und Arabesken, schwebend auf einem hellen, oft weißen Grund, waren auch ein Merkmal des Rokoko. Und es ist vielleicht kein Zufall, wenn der Künstler darauf angesprochen, gerade diese Zeit des Übergangs am Ende des 18. Jahrhunderts als seine Lieblingsepoche nennt.

Übrigens hilft auch ein Besuch Venedigs die Kunst des Jukka Rusanen zu verstehen. Wer jemals im Pavillon der Nordischen Länder auf der Biennale in Venedig war, wird in diesem grandiosen, hellen Bauwerk, in dessen Mitte sich ein Baum erhebt, erkennen, dass diese Symbiose aus Linie, Farbe und Form, aus Kunst und Natur ein Merkmal einer künstlerischen Haltung ist, die ihre Entsprechung im klaren Licht des weiten Himmels über der Welt der Tausend Seen findet und in der Bildwelt des Jukka Rusanen ihren ganz eigenen Duktus feiert. Den Duktus der Farbe, des Lichts und der Bewegung.

—  Prof. Dr. Martin Oswald, 2022

The Finnish artist Jukka Rusanen (*1980) enthuses with his refreshing view of the world. Jukka Rusanen is an artist in whose pictorial oeuvre two spheres ingeniously fuse: that of subtle colourfulness and that of sovereign line. Drawing and painting. The two are not juxtaposed or even in competition with each other, as is the case with other artists, but the colouring and the gesture interact with each other, become one. The line manifests itself in the colour, merges and yet remains clearly recognisable in each case. Similar to the instrumentation of an orchestral piece, his paintings have something imposingly symphonic about it. Moreover it comes along full of lightness, completely intuitive, and that is exactly what makes Jukka Rusanen's art so appealingly likeable. Smetana improvisations played on the rococo spinet. There is a reason for this comparison, but further to that later.

One of the artist's most recent exhibitions was titled ›Sketch‹ and it captures very well the sketch-like airiness, the sovereignly jotting down of this particular art. Sketches are something very spontaneously composed, which due to its immediacy always conveys something very close and personal, though the line almost seismographically reveals the inner agitation of the artist. And solely great artists are able to achieve this, since it is precisely the reduced, the accurate, that stands behind the accumulated experience of a life, which is compressed in the moment of the artistic process. The one who allows his audience such insights and opens himself as an artist in such a way, ultimately reveals something intimate: ›intimate‹, as the title of this exhibition suggests.

Such painting requires no further staging, it gets along entirely without the pose of the Malerfürst (painter prince). After all, this painter is interested in painting, not in the cult of personality. The big stage belongs to the paintings, which consider themselves part of a process, concealing biographical aspects, but not pushing them to the front.

It is always about the artistic instruments themselves, about the symbiosis of gestural notation and coloristic tone. What looks so nimble and as if by chance has sprung from years of artistic practice, understanding the placement of color and line almost as if in a trance.

Hereby emerge figurative pictures that can just as easily be read as abstract. They carry themselves by means of the artistic elements, work as a composition in itself, function, quite independently of the motif. Precisely because of the fluid nature of these images, they are suitable as a projection screen for our own emotional state.

Whoever sees these paintings is in close contact with himself, is completely at one. And yet we as observers enjoy when we may decipher something behind the flickering of the colour traces, which leads us back into the world and again immediately carries us away, knowing: this is pure painting, which above all refers to one thing, to its own means, to itself. Art as made by nature, and yet: art.

Floral motifs and arabesques, floating on a pale, often white surface, were also characteristic elements for the Rococo. Perhaps it is no coincidence that the artist, when asked about it, mentions this transitional period at the end of the 18th century as his favourite epoch.

By the way, a visit to Venice also helps to understand the art of Jukka Rusanen. Anyone who has ever been to the Pavilion of the Nordic Countries at the Venice Biennale will recognise within this grand, bright structure, in which a tree rises, that the symbiosis of line, colour and form, of art and nature, is a feature of an artistic attitude that finds its counterpart in the clear light of the wide sky above the World of a Thousand Lakes and celebrates its very own ductus in the visual world of Jukka Rusanen. The ductus of colour, light and motion.

—  Prof. Dr. Martin Oswald, 2022

In der Ausstellung ›intimate‹ erzählt der finnische Künstler Jukka Rusanen von den Beziehungen zwischen den Dingen. Ausgangspunkte sind dabei Rhythmus, Themen und Materialität der klassischen Malerei, welchen er sich mittels traditioneller Maltechniken, Collagen und Stoffweberei nähert.

Für seine Arbeit Alku hat Jukka Rusanen die Fertigkeiten der Weberei erlernt und die Arbeit selbst auf einem Webstuhl handgewebt.

Die oft großformatigen Leinwandarbeiten bestechen durch den meist pastosen Auftrag intensiver Ölfarben auf planem Hintergrund. Zu sehen sind stark abstrahierte Zitate der bedeutendsten kunsthistorischen Vergangenheit; Fragmente, die von Jukka Rusanen auf einzigartig sensible, fast poetische Art und Weise dekonstruiert werden. Bezogen auf französische Rokoko-Gemälde kommen schließlich dessen Eigenschaften der Fleischlichkeit, Sinnlichkeit, Materialiät, Eitelkeit, Schönheit und Intensität zutage. 

In the exhibition ›intimate‹, the Finnish artist Jukka Rusanen tells of the relationships between things. The starting points are the rhythm, themes and materiality of classical painting, which he approaches using traditional painting techniques, collages and fabric weaving.

For his work Alku, Jukka Rusanen learned the skills of weaving and hand-wove the work himself on a loom.

The often large-format canvas works are captivating because of the mostly impasto application of intensive oil paints on a flat background. On display are highly abstracted quotations from the most significant art historical past; fragments that are deconstructed by Jukka Rusanen in a uniquely sensitive, almost poetic way. Referring to French Rococo paintings, their qualities of carnality, sensuality, materiality, vanity, beauty and intensity finally come to light.

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