Lachenmann Art

Family & Friends

Bernd Sommer, Effie , 2018, Öl auf Leinwand, 180 x 200 cm
Andreas Wacker, Dichotisches Sehen im Störschall, 2019, Öl auf Leinwand, 68x100cm
Bernd Sommer, Haubenwalküren, 2019, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm
Andreas Wacker, GROBE FEHLER, 2015, Öl, Adrenalin, Lorazepam, Olanzapin, Quetiapin und Escitalopram auf Leinwand
Bernd Sommer, Zauberland ist abgebrannt 1, 2020, Öl auf Leinwand, ca. 26 x 34 cm (gerahmt 32,5 x 42,5)
Andreas Wacker, GASTMAHL DER DISTANZIERTEN BESCHMUTZER, 2013, Öl auf Leinwand, 130x90cm
Andreas Wacker, Megalativ des verlustigen Ideals, 2016, Öl, Lorazepam, Pregabalin und Escitalopram auf Leinwand, 130x200cm

›Family&Friends‹

 

Frankfurt

In der neuen Ausstellungsreihe ›Family & Friends‹ zeigen wir einmal im Jahr für vier Wochen auf einer der beiden Ebenen der Frankfurter Galerie junge künstlerische Positionen, die nicht Teil des Galerieprogramms sind. Wir begrüßen unsere Freunde als Gäste und geben ihnen die Möglichkeit, in unseren Galerieräumen auszustellen.


Bernd Sommer

Andreas Wacker

›hidden champions‹

26/03/2022 - 29/04/2022

Bernd Sommer und Andreas Wacker begründen mit ihrer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie Lachenmann Art in Frankfurt den Anfang dieser Reihe.

Die gegenständliche Malerei ist seit jeher im Aufwind und erlebt aktuell neue Transformationen der figürlichen Darstellung. Gegenstände des Alltags, Räume und Menschen werden in den Motiven von Bernd Sommer und Andreas Wacker neu zusammengesetzt und erzählen uns von subjektiven Welten. Sie transformieren jene Dinge, die uns als Betrachtende vertraut und bekannt sind, indem sie sie in ihre eigene individuelle Narration setzen. Wir erkennen das Dargestellte und treten zugleich in einen unbekannten, nicht greifbaren Raum ein. Sommer und Wacker bauen mit ihren Motiven eine Brücke vom greifbaren Gegenstand zum Unbegreifbaren und Unterbewussten. So wird im Bildraum die Grenze von Innen und Außen aufgebrochen. Der Mensch steht dabei im Zentrum und gewährt uns einen Zugang zu seinen emotionalen Tiefen. Das Vermögen über eine individuelle und subjektive Vorstellung von der Welt zu verfügen, wird hier auf eine ästhetisch einprägsame Weise erschlossen. In ihrer Verwendung von farblichen Kontrasten werden bei beiden verschiedene Aspekte aufgegriffen.

Bernd Sommer erzeugt in seinen Ölmalereien eine Farbwirkung, die an schwarz-weiß Fotografien erinnert. In den zurückhaltenden Nuancen werden jedoch immer wieder Figuren und Hintergründe durch farbliche Akzente hervorgehoben. Ähnlich einer Erinnerung, die wachgerufen wird, treten sie hervor und werden durch den Farbkontrast lebendig. Auf diese Art wird der Moment der Nostalgie überwunden. Ein Zwischenraum, der das Vergangene mit dem Gegenwärtigen verbindet, entsteht. In anderen Werken, die sich eingehender mit emotionalen Zuständen beschäftigen, wird die Emotion sehr treffend mit einer farblichen Gestaltung ausgedrückt. Mal ist der Schmerz punktuell durch einen Farbakzent sichtbar, mal taucht das gesamte Motive in eine Farbe ein, welche die Atmosphäre verbildlicht. Sommers Motive offenbaren uns surreale Traumwelten, mit welchen er uns zu seinen Reflexionen über die Rätsel der Welt und der menschlichen Psyche einlädt.

Andreas Wacker beschäftigt sich sowohl inhaltlich als auch in der Gestaltung mit sehr ähnlichen Reflexionen, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf die menschliche Psyche. Dies wird neben dem Motiv, als auch an der Zusammensetzung des Farbauftrags deutlich. Zur Ölfarbe mischt er Psychopharmaka. Seine Bilder handeln von psychischen Zuständen, die das Alltägliche in einer sehr subjektiven Wahrnehmung darstellen. Die in der Realität voneinander getrennten Räume und Personen verbindet und überlagert Wacker in seinen Bildräumen. Dabei setzt er einen Kontrast von warmen erdigen oder kühlen Tönen zu einer Anhäufung breiter Farbkontraste. Dies führt zu einer karnevalesken und damit entrückten Erscheinung der Figuren. In vielen seiner Arbeiten befindet sich der Mensch in einer Art Spektakel, wie wir es aus dem Theater kennen. Das Bewusstsein für die Konstruktion von Situationen und Handlungsspielräumen wird hier geschärft. 

In the new exhibition series ›Family & Friends‹, we show young artistic positions which are not part of the gallery programme once a year for four weeks on one of the two levels of the Frankfurt gallery. We welcome our friends as guests and give them the opportunity to exhibit in our gallery spaces. 

Bernd Sommer

Andreas Wacker

›hidden champions‹

26/03/2022 - 29/04/2022

Bernd Sommer and Andreas Wacker's joint exhibition at the Lachenmann Art Frankfurt gallery marks the beginning of this series.

Representational painting has always been on the rise and is currently experiencing new transformations of figurative representation. Everyday objects, spaces and people are recomposed in the motifs of Bernd Sommer and Andreas Wacker and tell us about subjective worlds. They transform these things that are familiar and familiar to us as viewers by placing them in their own individual narration. We recognise what is represented and at the same time enter an unknown, intangible space. With their motifs, Sommer and Wacker build a bridge from the tangible object to the intangible and subconscious. In this way, the boundary between inside and outside is broken down in the pictorial space. The human being is at the centre and grants us access to his emotional depths. The ability to have an individual and subjective idea of the world is opened up here in an aesthetically memorable way. In their use of colour contrasts, both take up different aspects.

Bernd Sommer creates a colour effect in his oil paintings that is reminiscent of black and white photographs. In the restrained nuances, however, figures and backgrounds are repeatedly emphasised by colour accents. Similar to a memory being evoked, they stand out and come alive through the colour contrast. In this way, the moment of nostalgia is overcome. An in-between space that connects the past with the present is created. In other works, which deal with emotional states in more detail, the emotion is very aptly expressed with a colour design. Sometimes the pain is selectively visible through a colour accent, sometimes the entire motif is immersed in a colour that visualises the atmosphere. Sommer's motifs reveal surreal dream worlds with which he invites us to his reflections on the riddles of the world and the human psyche.

Andreas Wacker deals with very similar reflections, both in terms of content and design, but with a stronger focus on the human psyche. This becomes clear not only in the motif but also in the composition of the paint application. He mixes psychotropic drugs with the oil paint. His paintings are about psychological states, depicting the everyday in a very subjective perception. In his pictorial spaces, Wacker connects and superimposes the spaces and persons that are separated from each other in reality. In doing so, he contrasts warm earthy or cool tones with an accumulation of broad colour contrasts. This leads to a carnivalesque and thus enraptured appearance of the figures. In many of his works, people find themselves in a kind of spectacle, as we know it from the theatre. The awareness of the construction of situations and scope for action is sharpened here.

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Lachenmann Art Konstanz

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78462 Konstanz

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